
Montessori
Kinder verstehen und begleiten
Maria Montessori wurde 1870 in der Nähe von Ancona geboren. Sie studierte als erste Frau in Italien Medizin. Hier eröffnete sie ein eigenes Kinderhaus und ihre Ideen gingen um die ganze Welt. Sie selbst reiste viel, um ihre Pädagogik weiter zu verkünden. 1952 starb sie in Holland im Alter von 82 Jahren.
Das Montessori Konzept
Die Montessori-Pädagogik ist ein weltweit verbreitetes und international anerkanntes Erziehungskonzept. Obwohl dieses über 100 Jahre alt ist, ist es immer noch hochaktuell, da es alle Bereiche eines kompletten Erziehungs- und Bildungsplans abdeckt. Das Kind wird als Persönlichkeit respektiert und in den wichtigen Entwicklungsphasen gezielt untertstützt und gefördert.
Übungen des praktischen Lebens
Wenn die Kinder mit zweieinhalb – drei Jahren in den Kindergarten kommen, fangen sie an mit den „Übungen des praktischen Lebens“ (Schüttübungen, Löffeln, Hände waschen, Knöpfe öffnen und schliessen, Schleife binden usw.) . Hierbei lernen die Kinder realitätsnahe Bewegungsabläufe, die sie auf dem Weg in die Selbstständigkeit unterstützen. Diese Art der Beschäftigung entspricht dem natürlichen Bewegungsdrang der Kinder in diesem Alter.
Sinnesförderung ab 3 Jahren
Spracherziehung
Wortschatzerweiterung:
Wie heißen Tiere auf dem Bauernhof? Benennen der Tierfamilien wie z. B. Stute, Hengst, Fohlen.
Lautspiele: Mit welchem Buchstaben beginnt …?
Sandpapierbuchstaben:
Durch Nachfahren der Buchstaben mit dem Finger in Verbindung mit dem Hören des Lautes prägt sich der Buchstabe ins „Muskelgedächtnis“ ein.
Mit unserem Setzkasten, dem beweglichen Alphabet lernen die Kinder einzelne Wörter zu legen, indem sie die Buchstaben aneinanderreihen. Die Vorschulkinder haben ihre eigenen Schreibhefte in denen sie die erlernten Buchstaben und Wörter üben.
Naturwissenschaftliches Erfahren
Für Kinder abstrakte Begriffe wie z. B. „groß“ und „klein“ werden im Material begreifbar gemacht (Rosa Turm). Nachdem Bildung nicht linear verläuft, sondern als komplexes System zu verstehen ist, werden parallel zu diesen Singulärerfahrungen viele verschiedene Themenbereiche angeboten.
Ein schönes Beispiel ist die naturwissenschaftliche Bildung anhand der Biologie – die Blattkommode (verschiedene Blattformen in Holz, die in der Natur wiederzufinden sind)
Erdkunde: Globen, Kontinentenpuzzle, Flaggen.
Zuerst lernen die Kinder den Globus kennen und fühlen, danach kommen die Welt-Puzzle-Karten, zuletzt das Europa-Puzzle und die Kontinenten- bzw. Ländermappen.
Physik und Chemie: Experimente.
Mathematische Erziehung
Wir beginnen in der Mathematik im Zahlenbereich von 1-10 in dem die Menge noch als Ganzes gesehen wird. Hierzu stehen mehrere Materialien zur Verfügung (Numerische Stangen, Spindelkasten, Zahlen und Chips). Mit den Sandpapierziffern erlernt das Kind die Zahlen von 0-9. Anhand des goldenen Perlenmaterials begreift das Kind die Zahlenmenge von 1-1000.
Das Material ist so aufgebaut, dass das Kind vom ganz Konkreten zum immer Abstrakteren geführt wird. Die Kinder erlernen mit den Materialien die Grundrechenarten: Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division. Diese Abstraktionssensibilisierung verschafft den Kindern einen spürbaren Vorteil in der Schule.